Les tisserands de Silesie

 


Documentation Française
DIE SCHLESISCHEN WEBER

Im düstern Auge keine Träne,
sie sitzen am Webstuhl und fletschen die Zähne :
,, Deutschland, wir weben dein Leichentuch,
wir weben hinein den dreifachen Fluch -Wir weben, wir weben !

,, Ein Fluch dem Gotte, zu dem wir gebeten
in Winterskälte und Hungersnöten ;
wir haben vergebens gehofft und geharrt,er hat uns geäfft und gefoppt und genarrt -Wir weben, wir weben !

 ,, Ein Fluch dem König, dem König der Reichen,
den unser Elend nicht konnte erweichen,der den letzten Groschen von uns erpreBt
und uns wie Hunde erschieBen läBt -
Wir weben, wir weben !

 ,,Ein Fluch dem falschen Vaterlande,
wo nur gedeihen Schmach und Schande,
wo jede Blume früh geknickt,
wo Fäulnis und Moder den Wurm erquiekt -
Wir weben, wir weben !

,, Das Schiffchen fliegt, der Webstuhl kracht,
wir weben emsig Tag und Nacht -
Altdeutschland, wir weben dein Leichentuch,
wir weben hinein den dreifachen Fluch -
Wir weben, wir weben ! "

 Heinrich Heine (1797-1856).